Zwiebeln

05. Mai 2015

Die Zwiebel ist eine Pflanze der Lauchgattung und stammt ursprünglich aus Afghanistan oder dem Iran, jedenfalls irgendwo aus Zentralasien, wie heute vermutet wird. Sie wurde vor ca. 5500 Jahren entdeckt und ist damit eine der ältesten bekannten Gemüsesorten, die von modernen Zivilisationen verwendet wurden. Sie findet in den Küchen dieser Welt in allerlei Rezepten ihre Verwendung. Doch schmeckt die Zwiebel nicht nur super, sie hat auch einige gesundheitliche Vorzüge.

Zwiebel

Zwiebeln regen den Stoffwechsel an, beinhalten Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Beta-Carotin, Folsäure und keinerlei Fett. Eine Zwiebel hat etwa 30 kcal, die größte jemals geerntete Zwiebel wog 5 Kilogramm. Die Zwiebel ist auf Platz 6 der am häufigsten verarbeiteten Gemüsesorten der Welt. Am meisten verbreitet ist mit 75% aller Zwiebelsorten die „gelbe Zwiebel“, die es auch im deutschsprachigen Raum überall zu kaufen gibt.

Der Verzehr von Zwiebeln ist gut für das Herz und den Kreislauf, für Knochen und Bindegewebe, was insbesondere älteren Menschen zugute kommt. Doch auch die entzündungshemmende Wirkung ist eine bekannte Eigenschaft der Zwiebel. Sie ist reich an Antioxidantien und wirkt zudem vorbeugend gegen verschiedene Krebsarten.

Der Blutzuckerspiegel wird durch die Zwiebel stabilisiert, außerdem wirkt sie – ähnlich wie Knoblauch – antibakteriell. In der Grippesaison gilt es als altes Hausmittel, halbierte Zwiebeln in den Wohn- und Schlafräumen zu verteilen. Diese wirken wie Bakterien-Staubsauger und beugen damit einer Infektion vor. Auch im Falle einer Mittelohrentzündung wird die Krankheit durch das einfache Auflegen einer halbierten Zwiebel „aus dem Ohr gesaugt“, wie zahlreiche Erfahrungsberichte belegen.

Im alten Ägypten galt die Zwiebel als Symbol für ewiges Leben und war Teil der feierlichen Beerdigungen. Über 2000 Jahre alte Schriften aus Ägypten, Indien und Griechenland beschreiben die Zwiebel zudem als natürliches Potenzmittel, weshalb es zölibatären Priestern in Ägypten einst verboten war, Zwiebeln zu sich zu nehmen. Im mittelalterlichen Europa wurde die Zwiebel traditionell von Brautpaaren am Morgen nach der Hochzeitsnacht verzehrt.

Der starke Geruch von Zwiebeln lässt uns dank verschiedener Schwefelverbindungen Tränen in die Augen schießen, doch kann dieser Effekt, welcher häufig beim Schälen auftritt, durch verschiedene Methoden abgeschwächt werden. Beispielsweise kann man dabei Kaugummi essen, die Zwiebel unter fließendem kalten Wasser schneiden, eine Kerze anzünden, Brot essen oder ein wenig Essig und Wasser auf dem Schneidebrett verteilen.

Zwiebelsaft ist ein hoch wirksames Heilmittel, das regelmäßig in den vergangenen Jahrtausenden von zahllosen Heilern eingesetzt wurde. So wirkt die Zwiebel beispielsweise stark antiseptisch und wurde darum etwa in Kriegen in extremen Mengen zur Desinfektion von Wunden verletzter Soldaten verbraucht. Zudem wird durch das Auflegen einer geschnittenen Zwiebel die Durchblutung der Haut stark angeregt. Auch kalte Füße können beispielsweise gewärmt werden, indem man sie mit gehackten Zwiebeln einreibt und damit die Durchblutung anregt. Den starken Geruch der Zwiebel kann man übrigens durch den Verzehr von Petersilie abschwächen.

Sportler und Soldaten in alten Kulturen verwendeten die Zwiebel als Quelle der Kraft. Sie glaubten, dass der Verzehr (griechische Soldaten oder Athleten) oder das Reiben auf die Haut (römische Gladiatoren) zu mehr Kraft und Geschwindigkeit verhalf.

In den westlichen Ländern hat sich der Verzehr von Zwiebeln in den vergangenen 20 Jahren um 50% erhöht. Derzeit isst etwa der durchschnittliche Amerikaner 8,5 kg Zwiebeln pro Jahr.

Mehr als 9 Millionen Hektar werden derzeit für den Anbau der Zwiebel bereitgestellt. Im Jahr 2012 erreichte die weltweite Produktion 74 Millionen Tonnen. Die größten Produzenten sind China, Indien, USA und Ägypten.

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